Das Sparbuch – Ein Buch mit Geschichte


Das Sparbuch hat in Deutschland eine lange Tradition. In den Fünfziger Jahren bekamen die Arbeiter und Angestellten ihren Lohn noch in Form von Bargeld ausgezahlt und die Menschen nutzten das Sparbuch, dass alle Banken in Form eines kleinen Büchleins anboten, um Geld auf die hohe Kante zu legen und für Anschaffungen anzusparen. Fast alle Deutschen hatten in den 50-iger Jahren ein Sparbuch, auf dem der so genannte Notgroschen gespart wurde und bei dem es für das Gesparte am Jahresende auch noch Zinsen gab. Erst in den sechziger Jahren boten die Banken dann auch andere Sparformen an.

Das Sparbuch – Eine erfolgreiche Tradition

Das Sparbuch hat, obwohl die Verzinsung äußerst mager ist, nach wie vor bei den Deutschen an der Beliebtheit kaum etwas eingebüßt. Nach wie vor schenken viele Großeltern ihren Enkelkindern schon zur Geburt ein Sparbuch und viele Menschen sind über das Sparbuch an das Sparen herangeführt worden. Das gesparte Geld wird persönlich zur Bank gebracht und auf dem Sparbuch eingezahlt. Zu Beginn eines jeden Jahres geht der Sparer zur Bank und lässt sich die Zinsen gutschreiben.
Heute hat allerdings die Sparcard – eine moderne Form des Sparbuchs – bei vielen Banken das kleine Büchlein abgelöst.

Rendite mit dem Sparbuch

Von allen bestehenden Möglichkeiten, seine Ersparnisse anzulegen, ist die Variante mit dem Sparbuch heute eher die Schlechteste, denn die Verzinsung ist oft so gering, dass die Inflation die gezahlten Zinsen “auffrisst”, das heißt, das Gesparte wird zwar betragsmäßig und optisch mehr, aber durch den Kaufkraftverlust eigentlich weniger. Dennoch wird sich das traditionelle Sparen mit dem Sparbuch mindestens noch eine weitere Generation lang fortsetzen, weil Traditionen sich, auch wenn die Vernunft dagegen spricht, lange halten.

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