Festgeld vs Tagesgeld


Aktuelle Entwicklung auf dem Zinsmarkt

Nachdem die europäische Zentralbank EZB die Leitzinsen in den vergangenen Monaten kräftig gesenkt hat, um den Auswirkungen der Finanzkrise auf monetärer Ebene entgegenzuwirken, sind die Zinsen bei den meisten Geldanlageprodukten deutlich gesunken. Gerade bei den in den letzten Jahren überdurchschnittlich hoch verzinsten Tagesgeldkonten hat sich die Entwicklung umgekehrt. Waren vor zwei Jahren noch Zinssätze von über 5% an der Tagesordnung, werden die Anlagebeträge heute bei vielen Finanzinstituten nur noch mit einem Prozent oder leicht darüber verzinst.

Gestaffelte Verzinsung bei Festgeldkonten

Festgeldkonten, die neu eingerichtet werden, verzinsen die Geldinstitute analog zur Anlagedauer entsprechend einer Staffelung. Die Zinsstaffelung ist in Folge der von der EZB festgelegten Leitzinsen wie auch bei Tagesgeldkonten deutlich niedrigen als noch vor einem Jahr. Erst ab einer Anlagedauer von zwei Jahren liegt die Verzinsung höher als bei der zurzeit üblichen Tagesgeldverzinsung. Selbst bei einer Anlagedauer von vier Jahren bieten die meisten Finanzinstitute weniger als 3% Zinsen. Ein wichtiger Unterschied zur Tagesgeldverzinsung ist auf jeden Fall, dass sich der Zinssatz bei Festgeldkonten während der Anlagedauer niemals verändert.

Auf welche Anlageform sollte ein Anleger heute setzen?

Da sich die Absenkung der Verzinsung über beinahe alle üblichen Anlageformen erstreckt, sollte ein Anleger nicht Hals über Kopf zu einer anderen zurzeit vielleicht vorteilhafter bewerteten Anlage wechseln. Häufig ist das Auflösen eines bestehenden Kontos und die Einrichtung eines neuen Kontos mit Kosten, auf jeden Fall jedoch mit Aufwand verbunden. Ein vorheriger Check der Angebote am Tagesgeld bzw Festgeld Markt ist dadurch unerlässlich. Die Zinsunterschiede zwischen einem Tagesgeldkonto und einem auf ein Jahr festgelegten Festgeld sind gering. Sein Vermögen allerdings auf vier Jahre fest anzulegen birgt ebenfalls Risiken. Niemand kann sicher voraussagen, ob sich die Zinsschraube nicht in ein oder zwei Jahren schon wieder in die andere Richtung entwickelt, möglicherweise ausgelöst durch eine beginnende Inflation.

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